Kritische Stellungnahme der FDP-Fraktion in der Ratsversammlung zum Rahmenplan für das Gewerbegebiet ''Kaarster Kreuz''

Jörg Löhler, Vorsitzender
der FDP-Fraktion Anlässlich der bevorstehenden Abstimmung zum Rahmenplan des Gewerbegebietes "Kaarster Kreuz" in der Ratsversammlung am 17. November 2011 hatte der Vorsitzende der FDP-Fraktion Jörg Löhler die nachstehende kritische Stellungnahme abgegeben:
"Die FDP-Fraktion hat sich in der Vergangenheit sehr nachdrücklich für das Gewerbegebiet am Kaarster Kreuz und für den Umzug von IKEA dorthin eingesetzt. Wir haben uns in der vergangenen Woche auch sehr deutlich dafür ausgesprochen, es bei der ursprünglichen Flächenplanung zu belassen sowie die Frage der Ansiedlung einer Möbelmeile nicht von vornherein auszuschließen.
Dazu gehört auch, dass wir Fragen, die später in der Bauleitplanung zu klären sind, wie zum Beispiel die Frage der Begrünung, auch dort behandeln wollen und nicht schon jetzt für eine Vorfestlegung sind."
Weiter erklärte Löhler: "Wir halten es für einen schweren Fehler, sich freiwillig und ohne Not um die Möglichkeit zu bringen, zusätzliches Gewerbe und damit Arbeitsplätze und Steuereinnahmen nach Kaarst zu holen. Andere Kommunen im Kreisgebiet suchen Hände ringend nach Möglichkeiten, Gewerbeflächen ausweisen zu können und wir in Kaarst verzichten freiwillig darauf.
Ebenso halten wir es für einen schweren Fehler, den heute in Kaarst ansässigen Händlern an der Möbelmeile von vornherein den Umzug in das neue Gewerbegebiet zu verwehren und sie unter Umständen damit um ihre Existenz zu bringen. Das verstehen wir nicht unter Förderung der heimischen Wirtschaft."
Abschließend betonte Löhler: "Wir halten viele der gestern Abend von HWF-A und PV-A beschlossenen Änderungen für falsch und können deshalb dem Rahmenplan in der jetzt vorliegenden Form nicht uneingeschränkt zustimmen. Wir sind uns aber über unsere Verantwortung für Kaarst ebenso bewusst wie über die Bedeutung, die dieses Projekt in den kommenden Jahrzehnten und für die weitere Zukunft dieser Stadt hat. Deshalb wird dieses Projekt an uns nicht scheitern und wir werden uns in der Abstimmung enthalten."



